Mission "UNOSOM" 20 Jahre 1994/2004

1994 endete der Einsatz der Bundeswehr im afrikanischen SOMALIA. Ich fand die weiße Farbgebung von Bundeswehrfahrzeugen interessant, kannte ich doch Bundeswehr bis dahin nur im militärischen Tarnschema. Ich begann, einige Modelle des SOMALIA-Einsatzes nachzubauen.
Hier mal eine Übersicht: "Belet Uen 1994", dem damaligen Stützpunkt der Deutschen.
Zusammen mit weiteren UN-Modellen eines Modellbaukollegen, hier während der "SMB".
Juni 2015, Deutschlands Modellbauer stauen. Von der chinesischen Firma TAKOM kommt das "Feldumschlaggerät" kurz FUG als Plastikbausatz. Da dies FUG auch in meine Somalia-Sammlung passt, war ich heiß darauf und hatte es mir gleich bei "Luckymodel" in Hong Kong für 42 € incl. Porto bestellt. Dann hatte ich auch sofort angefangen. Ein Modell, welches sich gut in Dioramen integrieren lässt. Es ist wie das Original ungeahnt vielseitig. Am Hubmast können viele Werkzeuge angebracht werden. Verschiedene Palettengabeln, Kran, Planierschild (Schneeschild ?) oder auch nur ein Zugmaul zum rangieren. 300 Teile wollen verbaut werden, da kommt man schnell auf 10 Stunden Arbeit, bis das FUG lackierfertig ist. Im Prinzip ist es gut baubar. Einige Toleranzen erkennt man zu spät. So hab ich den Kabinenboden nicht bündig bekommen, weil ich die Trennwände zw. den Kotflügeln nicht genau eingeklebt hatte. Auch wie beim Luchs, Lenkung beweglich, aber zum Schluß mit 2 Lenkzylinder festkleben können. Im Gegensatz zum Luchs, ist es hier nur eine Option mit den Lenkzylindern. Auch ist es nicht einfach, jede Kabine dann aus 5 Platten fugenfrei zusammenzubekommen. Und wie ich schon beim TAKOM Leopard merkte, teilweise unmöglich Angüsse, was mir wiederum beim Luchs nicht auffiel. Eine neue Masche bei Takom sind grün beschichtete Ätzteile. Man könnte meinen, für die Lackierung wäre es einfacher. Aber bei mir ist die Beschichtung beim Biegen teilweise abgeplatzt. Außerdem sind die Schnittkanten ja immer noch metallisch. 
 
Die Detaillierung das Bausatzes ist eigentlich genial. Wenn ich mir da z.B. die Sitze anschaue.




Man kann es mit Planierschild (Schneeschild?) bauen, welches verstellbar ist

 Oder mit Staplergabeln in zwei Längen. Schade, das man sich für eine entscheiden muß, die dann festgeklebt wird. So muß man sich beim Bau über den Einsatz Gedanken machen. Ich dachte erst an das Abladen eines leeren Containers. Aber die Gabel geht nicht so breit, wie die Staplertaschen sind. Da meine Wunschvariante wohl nicht machbar ist, entschied ich mich nur für die kurzen.
Auf dem Originalbild erkennt man aber zusätzliche Staplertaschen.



Der Staplermast ist ausfahrbar. Allerdings nur, solange nicht die Ketten und der Hydraulikzylinder nicht eingeklebt sind.

 Strassenbarrikaden könnten wie der Container auch zu schwer sein.

So bleibt dann nur noch der Einsatz mit einer Palette.







 
Ich hab das Modell etwas beweglicher gemacht. Zunächst hatte ich ein Röhrchen gefunden für den Hydraulikstempel. Dann hab ich oben die Umlenkrolle fixiert und die Ketten nur aufgehängt. Mit den vorderen Ketten sieht das ganz gut aus. Die hinteren aber schieben sich dann schief dazwischen. Aus wiederum fällt kaum auf, wenn der Hubmast in normaler Arbeitsposition ist.
Lediglich in oberer Position erkennt man, das die Ketten im Nirgendwo enden:




 Das mit der Lenkung hatte ich auch schon zu Anfang beschrieben. Wie beim Luchs, erst beweglich machen und zum Schluss mit den Lenkzylindern festkleben. Aber beim FUG besteht die "Option", die Zylinder einzubauen. Ich hab mal Bilder gemacht vom Lenkeinschlag.
 
Hier noch weitere Möglichkeiten einer Darstellung:




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 SLT Panzertransporter, Umbau des TRUMPETER-Modells zum 4-Achs-Auflieger





 
Modell von Anfang 2014, das VACU-Modell des VW T3 Busses. Dargestellt als Military Police:



 
Erst Anfang 2014 fertiggestellt nach langen Jahren des überlegen: "was mach ich aus der Funkkabine von "Y-Modelle"..... Eine OPINFO-Kabine mit Lautsprecher

 Ebenfalls von 2014: Ein etwa 20 Jahres altes VACU-Modell werde ich nun mit einem 20Fuß Container aufwerten. Pünktlich zur Ausstellung in der Kaserne Holzminden Ende September wurde das Modell fertig.







Hier mal als Vergleich ein Originalbild:
Resin-Modell von SHM, gebaut etwa 1995:


Hier noch diverse Unimog-Modelle:







Resin-Modell des Pionierpanzers:


Wiesel, Fuchs:



Zum Schluss erstmals "ernsthaft" Figuren zu bemalen versucht:
Und "Fallschirmspringer" als "Blauhelme" umändern: 
Figur 1 ist der erste ersthafte Figurenversuch nach über 20 Jahren. Bei 2+3 gefällt mir das Tarnschema schon besser. 4+5 als letzte Figuren mit noch feinerem Tarnmuster.



Und noch einen Toyota Land Cruiser eines somalischen Zivilisten:


So ist das Leben im Camp:



Zum Schluß ein Bild der Modelle auf dem Stand in Holzminden im September 2014:






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